Naturschutz im Harz

//Naturschutz im Harz

Naturschutz im Harz

Die falsche Wahl

Weil Fichten doppelt so schnell wie die hier ursprünglichen heimischen Buchen wachsen, pflanzte man überall die flach wurzelnde Nadelbäume an. Wie kurzsichtig dies war, zeigt sich am Goetheweg kurz unterhalb des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens. Umgestürzte, von Borkenkäfern zerfressene Baumleichen liegen kreuz und quer in der Einöde herum, die einst ein Wald war. Sturm, Schnee und saurer Regen haben die für den Standort nicht geeigneten Flachlandpfichten zerstört.

Wir überlassen das Gelände der Natur erklärt der Nationalparkranger und zeigt, wie die sich den Quetschenberg längst zurückeroberten. Zwischen den Toten Stämmen, in denen Vögel nisten, strebende junge Stämme dem Himmel entgegen. Ebereschen, Eichen, Buchen, Birken und andere Laubbäume siedeln sich allmählich wieder an ihren alten Standorten an.

Trotzdem: der Harz ist ein Naturparadies geblieben, indem klarer Bäche durch grüne Wälder, blühende Wiesen und tief ein geschnittene Felstäler plätschern. Während es auf dem Goetheweg und dem Brockengipfel vor allem an sonnigen Wochenenden richtig voll wird, findet man auf den meisten der 8000 km Wanderwege im Harz eine stille, heile Welt abseits von Städten und Autoverkehr auf dem
Karstwanderweg entlang dem südlichen Herzrand zwischen Osterode und Sangerhausen beispielsweise oder auf einem der Rundwanderwege um St. Andreasberg,
Wildemann und die anderen Harzer Orte.

2016-12-14T07:06:21+00:00