Teufelsmauer

Teufelsmauer

Teufelsmauer bei Weddersleben
Rundwanderungen können am Parkplatz an der Friedensbrücke zwischen Wedderslebeneben und Neinstedt begonnen werden. Die imposante Teufelsmauer ist keine von
Menschenhand erbaute Mauer und auch des Teufels Hand war nicht im Spiel. Der Sage
nach wollten Gott und der Teufel die Erde unter sich aufteilen. Dazu hatten
sie vereinbart, das alles Land, welches der Teufel in einer einzigen Nacht bis
zum ersten Hahnengeschrei mit einer Mauer umbaut, ihm gehöre. Der Teufel machte
sich fleißig ans Werk und war fast fertig. Eine Frau, die noch vor dem
Morgengrauen aufgebrochen war, um ihren Hahn auf dem Markt zu verkaufen,
stolperte, der Hahn erschrack und fing zu Krähen an.
Pech für den Teufel -seiner Bauzeit war um. Aus Wut darüber riss er die Mauer
teilweise wieder ein, was derren heutige Gestalt erklären soll. Doch die
Teufelsmauer entstand durch Gesteinsbewegungen, die während des Harz Aufstieges
zur Steilstellung der mächtigen Bänke des Heidelberg Sandstein führte. Vor
circa 80 Millionen Jahren wurde das Harzgrundgebirge herausgehobenen und
nach Norden aufgeschoben. Die als Schichtreppe erscheinende Teufelsmauer besteht
silifiziertem Sandstein.

Erste menschliche Besiedlungen gab es in der Altsteinzeit. Die um die ganze
Teufelsmauer herum verstreut liegenden Felstrümmer, wurden bis in das 19.
Jahrhundert hinein für verschiedene Bauzwecke abgebaut. Danach begann man auch
direkt aus der Mauer heraus Steine zu brechen. Die Gefahr, dass die Mauer
vollständig verschwand, war abzusehen. Aus diesem Grund erließ der königlicher
preußischer Landrat Weihe bereits im Jahr 1833 ein Verbot, dort Steine und Sand
abzubauen da: „es nicht geduldet werden kann, dass die Teufelsmauer, welche der
ganzen Gegend zur Zierde gereicht, durch Abbrechen der Steine von derselben
zerstört werden“.

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2016-12-14T07:06:24+00:00