Harzüberquerung

Harzüberquerung

Harzüberquerung in zwei Tagen mit dem MTB

Was früher einer Expedition glich, ist heute in zwei Tagen
möglich: die harte Überquerung, und zwar von Nord nach Süd und umgekehrt. Und
das mit dem Fahrrad, wer hätte das vor einigen Jahren geglaubt. Aber mit dem
Mountainbike ist das eigentlich kein so großes Problem. Klar, dass man
natürlich gutes Material braucht, um schwerere Defekte zu vermeiden. Doch nur
mit der eigenen Muskelkraft über den Harz-das ist schon ein Erlebnis. Und wie
es dem Radler hilft, seine Kondition zu stärken, wenn eher, anstatt das Auto
fortzubewegen, mit seinem Ritzelmuli die Gegend erkundet, so nützt es auch dem
Harz. Wandern und Mountainbiking ist hier, und das eine schließt das andere nicht aus!
Auch wenn das manche Vordenker nicht wahrhaben wollen: so sieht echter sanfter
Harz Tourismus aus. Aber auf Dauer wird das hoffentlich jeder einsehen,
entgegen allen Sensationsjournalisten, die im Biker oder Wanderer Störenfriede
sehen, die mit ihren Stollenreifen oder Profil Sohlen angeblich Erosionsvorgänge
beschleunigen es scheint, als hätten diejenigen, die von angeblichen
Zerstörungen berichten, nicht genügend recherchiert. Jedenfalls sind keine Schäden bei
deutschen Forstämtern bekannt, die eine Bike-Nachfrage ergab.

Das Streckenprofil

Gesamtstrecke: 114,8 km

reine Fahrzeit: 8,07 h

Anstiege: 2095 Höhenmeter

Schwierigkeit: oft sehr schwer

Zwei Etappen für Cracks, die Trials mögen und auch über
genug Muskelschmalz verfügen. Der Start ist eigentlich ganz gemütlich, doch
bald beginnt schon der heftige Anstieg zum Rammelsberg. Auf losem
Schieferbrösel muss man steil hinauf. Danach geht es weiter über die Höhen auf
Schotter wegen bis zur Schalke. Es folgt eine Powerabfahrt bis zur
Okertalsperre. Nach ein paar Metern auf öffentlicher Straße fährt man dann durch
das Langetal in Richtung Zellerfeld. Hierbei ist nur ein kurzer, knackiger
Anstieg zumeistern. Die Ortsdurchfahrt von Clausthal Zellerfeld muss man nicht
mögen, vielleicht freut man sich schon auf die leichte, 13 km lange Abfahrt
nach Osterode. Die zweite Etappe ist deutlich schwieriger, erst muss man auf
einem Steilstück die „Rote Hölle“ hinauf, und dann folgt ein Toptrial
über den Fastweg zu Hanskühnenburg. Die geschotterte Ackerstraße und die
Abfahrt ins Okertal dürfen als Erholung angesehen werden, denn ab der
Philippsbrücke wird schwer, Trial bergauf und bergab über den Magdeburger Weg.
Danach geht’s flott hinab zu Okertal Sperre. Man radelt entspannt an ihr
entlang der Anstieg zum Kästehaus wird wieder absolut heftig. Steil und steinig
geht es hier zur Sache. Denn Kästehaus führt der Weg dann nur noch bergab bis
zum Waldhaus in Oker. Fazit: tolle Tour für kernige Typen mit Topmaterial. Bei
schönem Wetter lohnt eine Kameraausrüstung auf jeden Fall, denn es gibt viel zu
sehen. Und da es davon so viele gibt wurde auf die Angabe von Aussichtspunkte
verzichtet.

2016-12-14T07:06:30+02:00