Goslar

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Goslar

Am Nordrand des Naturparks Harz liegt die zauberhafte Kaiserstadt Goslar.
Mit einem Einzugsgebiet von rund 52.000 Einwohnern ist Goslar das wirtschaftliche, kulturelle und touristische Zentrum der Harzregion. International bekannte Firmen bilden die wirtschaftliche Grundlage der rund 43.000 Einwohner zählende Stadt am Harz.

Goslar kann auf eine 1000 -jährige Geschichte zurückblicken. Nach Auffinden der ersten Erzadern veranlassten die sächsischen Kaiser, das an dieser Stelle die größte und sicherste Pfalzanlage gebaut wurde. Die Kaiserpfalz war jahrhunderte lang bevorzugter Regierungssitz im deutschen Norden. Von der hoch gelegenen Kaiserpfalz aus hat man den Blick auf die wunderschöne Altstadt von Goslar. Die Schiefer gedeckten Dächer der historischen Gebäude beeindrucken ebenso wie der Anblick der Türme von fünf großen Pfarrkirchen. Die kopfsteingepflasterten Gassen führen durch verschwiegene Winkel, die darauf warten, entdeckt zu werden, sie schüren zwischen historischen Gebäuden hindurch, von denen jedes seine eigene Geschichte erzählt.

Die mittelalterliche Altstadt mit der Kaiserpfalz und das erst 1988 stillgelegte Erzbergwerks Rammelsberg -das einzige Bergwerk der Welt mit einer über 1000 jährigen Betriebskontinuität -sind seit 1992 in die UNESCO-Liste des „Welterbes der Menschheit“ aufgenommen worden.

Beim Bummel durch die historische Innenstadt kann man Goslar Flair als eine der schönsten Städte Deutschlands genießen. Hier kann man nach Herzenslust einkaufen oder in einem der zahlreichen Restaurants und des Todes die regionale und internationale Küche genießen.

Sehenswertes

Kunst und Kultur gehören zum Leben in dieser Stadt und sind Inspiration und Genuss zugleich. Auf Goslarstraßen, in den Gassen und Parks begegnen dem Harz Besucher Zeugnisse  künstlerischen Schaffens. Maler und Bildhauer, Musiker und Schauspieler fühlen sich in Goslar ebenso wohl wie Museumsleute und Künstler von internationalem Rang.

Starten Sie ihren Besuch am besten vom großen Parkplatz an der Kaiserpfalz. Hier bietet sich dem Besucher ein faszinierender Blick auf den mächtigen Pfalzbau im romanischen Stil. Unmittelbar dahinter erhebt sich als wunderbare Kulisse der über 600 m hohe Rammelsberg mit dem ersten 1988 stillgelegten Erzbergwerk

Die Kaiserpfalz

-ein einzigartiges Denkmal weltlicher Baukunst ist die Kaiserpfalz. In der zwischen 1040 und 1050 unter Heinrich III. Errichteten Kaiserpfalz Baude über 200 Jahre auf zahlreichen Reichs -und Hoftagen deutsche und europäische Geschichte gemacht. Die südlich anschließende Pfalzkapelle Sankt Ulrich birgt unter einer Grabplatte mit einer figürlichen Darstellung Heinrichs III. das Herz des 1056 verstorbenen Kaisers.
Im 19. Jahrhundert wurden beide Gebäude umfassend restauriert. Der Saal des Kaiserhauses wurde durch den Historienmaler H. Wislicenus ausgemalt. Eine umfangreiche Ausstellung in der Kaiserpfalz berichtet über die Geschichte des Wander- Kaisertums. Nur wenige Minuten Fußweg entfernt erreicht man die Altstadt von Goslar. Der Marktplatz beeindrucken mit einzigartigen, historischen Gebäuden.

Marktplatz mit Brunnen

Überragt von den ungleichen Türmen der Marktkirche, umrahmt von historischen Bauten liegt der Marktplatz mit Brunnen. Er markiert den Mittelpunkt des Marktplatzes und damit der Stadt. Gekrönt wird der Marktbrunnen von einem Adler, dem Warnzeichen Goslar. Wie ein Pudel fügt sich der Brunnen zusammen. Dieses einzigartige Kunstwerk besteht aus der unteren Brunnenschale. Sie ist aus dem 12. Jahrhundert und der größte Bronzeguss der romanischen Zeit überhaupt. Ungefähr 100 Jahre jünger ist die obere Schale. Sie war mit ihrem Sockel ursprünglich ein eigenständiger Brunnen. Auch der Adler hat eine Entstehungszeit von mehreren Jahrhunderten. So stammt der Corpus aus dem frühen 13. Jahrhundert, seine jüngste Ergänzung ist seine Krone. Die heutige Form stammt wohl aus dem 18. Jahrhundert.

Rathaus

Das Goslar Rathaus ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Jahrhundertbauwerk: beginnend Mitte des 15. Jahrhunderts mit dem Ostflügel, dessen Arkaden sich zum Marktplatz öffnen, oder das Rathaus über mehr als 400 Jahre durch immer neue Anbauten vergrößert. Bis heute erfüllt das Rathaus seine ursprüngliche Zweckbestimmung. Hier ist der Amtssitz des Bürgermeisters und hier beraten unter dem wunderschönen hölzernen Sternenhimmel der Seele die Ratsherren und -Frauen über das Wohl der Stadt. Zwischen 1505 und 1520 wurde der Huldigungssaal als Ratssitzungssaal eingerichtet. Dieses einzigartige Kleinod spät gotische Raumkunst fasziniert mit seinen vollständig mit Tafelgemälden aus gekleideten Wänden, Decken und Fensternischen. Jedes einzige Gemälde ist ein Kunstwerk. Abwechslungsreiche Rankenschnitzwerke bekrönen die einzelnen Warntafeln. Nach aufwändigen, über Jahre hinweg dauernden Restaurationsarbeiten schützen dieses Kunstwerk heute aufwändige Sicherheits-, Klima -und Lichttechniken vor dem Verfall.
Ein neues Ausstellungskonzept basiert auf der Idee, des verlorenen begangener Raum Gefühl wieder erlebbar zu gestalten. Hier wird man in einer verkleinerten aber getreue Nachbildung im Verhältnis 1:1,6 durch eine multimediale Präsentation in die Vergangenheit entführt und man kann Platz nehmen auf den Bänken, die einst die Ratsherren vor 500 Jahren.

Kaiserworth

Die Kaiserworth ist eines der prachtvollsten Gebäude im Herzen der historischen Altstadt von Goslar. Das Hauptgebäude des Rathauses war noch nicht lange fertig, da bauten die Kauf in 1494 gegenüberliegend ihr Gilde Haus. Diese wohlhabenden kennen und einflussreichsten Bürger der Stadt wollten dies mit der Kaiserworth demonstrieren und stellten damit das Rathaus fast ein wenig in den Schatten. Im Laufe der Jahre wurde die Fassade mehrfach umgebaut. Dadurch entstand die reizvolle Kombination von barocken Kaiserfiguren im gotischen Schmuck ihrer Nischen. Eine Besichtigung ist nur von außen möglich. Das älteste Gildehaus beherbergt heute ein für Goslar maßgeschneidertes Hotel mit dem weltbekannten Namen“ Kaiserworth“.

Brusttuch

Eines der schönsten Patrizierhäuser Goslar ist das 1521 erbaute Brusttuch. Der Zimmermann musste alle Kunstfertigkeiten für das Fachwerk und die Dachkonstruktion aufbieten, denn es findet sich an dem Haus kaum ein rechter Winkel auf dem Trag trapezförmigen Grundriss. Am Fachwerk des Obergeschosses findet sich ein buntes Treiben aus Figuren der antiken Mythologie, Tiergestalten und Szenen, deren Symbolgehalt nur noch schwer entschlüsselter ist. Fast ein Wahrzeichen Goslar ist die „Butterhanne“. Die Magd buttert mit einer Hand, während sie sich mit der anderen Hand ihren Rock über das Gesäß schiebt. Heute wird das Haus als Restaurant genutzt. Die Gasträume vermitteln mit ihrem ungewöhnlichen Schmuck ein mittelalterliches Ambiente. In Goslar erlebt man ein spannungsvolles Wechselspiel zwischen alter Kultur und moderner Kunst bei einem Bummel durch die Stadt.

2016-12-14T07:06:31+00:00